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RADIO - MDR KULTUR/1307: Woche vom 26.11. bis 02.12.2022


Radioprogramm MDR KULTUR – Das Radio – 48. Woche vom 26.11. bis 02.12.2022


Samstag, 26. November 2022


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Uhr – Nachrichten
* 00:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Jacques Offenbach: "Postillon-Galopp"
(Sinfonieorchester des Südwestfunks Baden-Baden: Emmerich Smola)
* Luigi Cherubini: Streichquartett Nr. 3 d-Moll
(Hausmusik London)
* Darius Milhaud: "Le carnaval d'Aix", op. 83 b
(Michael Korstick, Klavier; SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern: Alun Francis)
* Robert Schumann: Fantasiestücke, op. 73
(Peter Bruns, Violoncello; Roglit Ishay, Klavier)
* Edward Elgar: Symphonie Nr. 1 As-Dur, op. 55
(SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart: Roger Norrington)

* 02:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 02:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Georg Philipp Telemann: Ouvertüre f-Moll, TWV 55:f1
(Han Tol, Agnes Dorwarth, Flöte; Freiburger Barockorchester: Gottfried von der Goltz)
* Franz Schubert: Streichquartett a-Moll, D 804 – "Rosamunde-Quartett"
(Emerson String Quartet)
* Germaine Tailleferre: Concertino
(Nicanor Zabaleta, Harfe; Orchestre National de l'ORTF: Jean Martinon)
* Johann Sebastian Bach: Messe F-Dur, BWV 233
(Hannah Morrison, Sopran; Reginald Mobley, Countertenor; Gianluca Buratto, Bass; Monteverdi Choir; English Baroque Soloists: John Eliot Gardiner)
* Benjamin Britten: "Peter Grimes", Four Sea Interludes, op. 33 a
(Minnesota Orchestra: Neville Marriner)

* 04:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 04:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Ferdinand David: Concertino, op. 4
(Christian Lindberg, Posaune; Bamberger Symphoniker: Leif Segerstam)
* Wilhelm Kienzl: Streichquartett Nr. 3 op. 113
(Thomas Christian Ensemble)
* Reynaldo Hahn: "Le bal de Béatrice d'Este", Suite
(New London Orchestra: Ronald Corp)

* 05:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 05:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Antonio Vivaldi: Violinkonzert g-Moll, RV 319
(Europa Galante: Fabio Biondi)
* Franz Schubert: Moment musical As-Dur, D 780, Nr. 2
(Michael Korstick, Klavier)
* François Devienne: Flötenkonzert Nr. 10 D-Dur, Allegro assai
(András Adorjan, Flöte; Münchener Kammerorchester: Hans Stadlmair)
* Carl Philipp Emanuel Bach: Klaviertrio e-Moll, Wq 91, Nr. 1
(Linos Piano Trio)
* Ludwig van Beethoven: Rondo B-Dur, WoO 6
(Pierre-Laurent Aimard, Klavier; Chamber Orchestra of Europe: Nikolaus Harnoncourt)
* Johann Nepomuk Hummel: Fantasie g-Moll, op. 94
(Rainer Moog, Viola; Hamburg Soloists: Emil Klein)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)
Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.
Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


09:00 Wer den Wind sät (35 Min.)
Von Tobias Barth
(Ursendung)

Wenn ich aus meiner Dachluke schaue, umgibt mich ein Panorama des Windes: Ich sehe vom jüngsten Sturm abgeknickte Bäume und das Haus des Nachbarn, dem letztens ein Tornado das Dach abgefetzt hat: 50 Quadratmeter Flachdach mit einem Ruck weg. Ich kann eine historische Mühle sehen und viele neue Windkraftanlagen. Ich sehe Staubfahnen auf trockenem Acker und am Horizont die Rauchfahne des Gaskraftwerkes, die mir die Windrichtung anzeigt. Bei Nordwind trägt der Wind das Rauschen der Autobahn heran und bei jedem Wind sind nachts die Frachtflugzeuge zu hören, Klimakiller, die im Anflug auf Schkeuditz ihre Landeschleife drehen. Zeit für eine lokale Recherche über den Wind, über die Kraft zwischen Hoch und Tief, zwischen Säuseln und Sturm. Und darüber, wie Klimaerhitzung spürbar wird. Tobias Barth ist freier Feature-Redakteur beim MDR. Seit seinem Studium der Medien, Literatur- und Theaterwissenschaft In Leipzig, Basel und Halle arbeitet er als Autor, Produzent und Regisseur. So entstanden zahlreiche lange Audioproduktionen. Für MDR KULTUR betreute er zuletzt die Podcast-Serie "Die geheimen Depots von Buchenwald" (MDR 2019) und war Co-Autor bei den Features "Das Massaker von Mechterstädt" (MDR 2020) und "Landraub in Deutschland" (MDR/ARD 2022) Produktion: MDR 2022


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (85 Min.)
Aktuelle Empfehlungen für das Wochenende.


11:00 MDR KULTUR trifft (60 Min.)
MDR KULTUR trifft – Menschen von hier

Unsere Gäste fühlen sich dem kulturellen Leben in unserer Region besonders verpflichtet. Kuratoren, Musiker, Intendanten, Schriftsteller, Dirigenten, Maler und viele mehr finden hier ihren Platz und erzählen aus ihrem beruflichen Leben und ihrem privaten Alltag.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)
Aktuelle Empfehlungen für das Wochenende.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (120 Min.)
Aktuelle Empfehlungen für das Wochenende.


16:00 MDR KULTUR Studiosession (30 Min.)
Eine Sendung von Jan Kubon

In der MDR Kultur Studio Session sind Musiker aus der ganzen Welt zu Gast. Sie spielen ihre Songs in akustischen exklusiven Versionen, reden über ihre Musik und ihr Leben. Die Studiosession ist der Ort für die nahen Momente, ergreifende Geschichten und feine Musik.


16:30 MDR KULTUR am Nachmittag (90 Min.)
Aktuelle Empfehlungen für das Wochenende.


18:00 MDR KULTUR Unter Büchern (60 Min.)

Die wöchentliche Literartursendung soll informieren, unterhalten, anregen. Eine Mischung aus Aktualität und Anregung: ein aktuelles Buchmarktthema der Woche wird anhand eines Gesprächs dargestellt, dazu drei oder vier Beiträge in einem Mix aus Literaturtipp und Blick auf wichtige Neuerscheinungen.


19:00 MDR KULTUR Diskurs (30 Min.)
Philosophie, Religion, Kulturgeschichte

Gespräche mit führenden deutschsprachigen Intellektuellen über die essentiellen Fragen unserer Zeit. Das Themenspektrum reicht von Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion, über Kulturgeschichte bis hin zu Naturwissenschaften und Lebenshilfe


19:30 MDR KULTUR Jazz Lounge (30 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Opernmagazin (60 Min.)

Spannende Musiktheater-Produktionen aus den Häusern in Mitteldeutschland, interessante Künstler und ihre Neuerscheinungen, sowie alles was in der Welt der Oper und Operette wichtig ist.


21:00 MDR KULTUR Hoffmeisters Empfehlungen – Fischers Empfehlungen (60 Min.)

Jede Woche stellen Martin Hoffmeister und Claus Fischer im Programm von MDR KULTUR und MDR Klassik neue Aufnahmen vor, hellen Hintergründe auf, sprechen mit Künstlern und anderen Branchenprofis, kommentieren Nachrichten und werfen Blicke zurück auf die Geschichte klassischer Tonträger.


22:00 MDR KULTUR Spezial (60 Min.)
Der aktuelle, ausführliche Themenschwerpunkt aus Kultur, Gesellschaft und Politik.


23:00 MDR KULTUR Nachtmusik (60 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

*

Sonntag, 27. November 2022


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Uhr – Nachrichten
* 00:03 Uhr Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Carl Philipp Emanuel Bach: Orgelkonzert G-Dur, Wq 34
(Rainer Oster, Orgel; Ensemble Parlando)
* Adalbert Gyrowetz: Quartett C-Dur, op. 11, Nr. 3
(Ensemble Agora)
* Peter Tschaikowsky: "Hamlet", Fantasie-Ouvertüre, op. 67
(Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern: Christoph Poppen)
* Sergej Rachmaninow: Morceaux de Salon, op. 10
(Ekaterina Litvintseva, Klavier)
* Nino Rota: Symphonie Nr. 3 C-Dur
(Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken: Marcello Viotti)

* 02:00 Uhr Nachrichten, Wetter
* 02:03 Uhr Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Anton Eberl: Symphonie Es-Dur, op. 33
(Concerto Köln: Werner Ehrhardt)
* Joseph Haydn: Sonate As-Dur, Hob. XVI/46
(Alain Planès, Klavier)
* Carl Stamitz: Klarinettenkonzert Nr. 11 Es-Dur
(Eduard Brunner, Klarinette; Münchener Kammerorchester: Hans Stadlmair)
* Rebecca Clarke: Sonate
(Dana Zemtsov, Viola; Anna Fedorova, Klavier)
* Aaron Copland: "Billy the Kid", Suite
(Seattle Symphony: Gerard Schwarz)

* 04:00 Uhr Nachrichten, Wetter
* 04:03 Uhr Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Hugo Alfvén: "Der verlorene Sohn", Konzertsuite
(Philharmonisches Orchester Stockholm: Neeme Järvi)
* Antonín Dvorák: Romantische Stücke, op. 75
(Gidon Kremer, Violine; Oleg Maisenberg, Klavier)
* Luigi Boccherini: Symphonie c-Moll, op. 41
(Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach: Hartmut Haenchen)

* 05:00 Uhr Nachrichten, Wetter
* 05:03 Uhr Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Georges Bizet: "L'Arlésienne", Pastorale, op. 23
(Orchestre National de France: Seiji Ozawa)
* Antonio Vivaldi: Violinkonzert g-Moll, RV 315
(Duilio Galfetti, Violine; I Barocchisti: Diego Fasolis)
* Francis Poulenc: Klavierkonzert, Allegretto
(Erik Le Sage, Klavier; Orchestre Philharmonique de Liège: Stéphane Denève)
* Franz Krommer: Sinfonie Es-Dur, op. 105
(Orchestra della Svizzera italiana: Howard Griffiths)
* Karol Lipinski: Violinkonzert Nr. 2 D-Dur, Rondo, op. 21
(Albrecht Breuninger, Violine; Polnisches Radio-Sinfonieorchester: Wojciech Rajski)
* Johann Pachelbel: Ciacona in f
(Michael Korstick, Klavier)


06:00 MDR KULTUR am Sonntagmorgen (240 Min.)
Die Kantate um 6.30 Uhr, das Wort zum Tage, der Stichtag, sowie Beiträge aus Religion und Gesellschaft.


10:00 Gottesdienst (60 Min.)
Liveübertragung aus den Kirchen unserer Region.


11:00 MDR KULTUR Sonntagsraten (60 Min.)
Radioquiz von und mit Axel Thielmann

Anregende Unterhaltung rund um drei interessante Rätselfragen.


12:00 MDR KULTUR Café (60 Min.)

Gespräche in entspannter Atmosphäre mit prominenten Gästen, die persönliche Einblicke in ihr Leben geben und über aktuelle Projekte berichten.


13:00 MDR KULTUR am Sonntagnachmittag (300 Min.)
Mit aktuellen Beiträgen aus Kultur, Gesellschaft, Natur und Wissenschaft, außerdem "Das schöne Buch".
Mit den Sendungen: Diskurs um 15:05 Uhr, um 17:05 Uhr MDR KULTUR Spezial Musik und um 18:05 Uhr MDR KULTUR trifft.


18:00 Wer stiehlt schon Unterschenkel? (60 Min.)
Timothy Truckle ermittelt – Folge 1 / Von Gert Prokop

Wahrlich: Wer stiehlt schon Unterschenkel? Und noch dazu dreimal. Ein unlösbares Rätsel? Nicht für Timothy Truckle, den Chicagoer Stardetektiv und dessen altehrwürdigen Computer Napoleon. Schließlich rühmt man Timothy Truckle nicht ohne Grund als den erfolgreichsten und zudem eigenwilligsten Spürhund am Lake Michigan. Seine Klientel, die oberen Zehntausend, schätzt seine Intuition. Immer, wenn es geboten scheint, die Polizei aus dem Spiel zu lassen, wendet man sich vertrauensvoll an ihn. Manchmal auch die Polizei selbst. Oder auch andere "staatliche Organe". Meistens jedenfalls hat Timothy alle Hände voll zu tun und kassiert dabei in der Regel auch noch dicke Honorare und nette Erfolgsprämien: Hier eine Kiste Wein, dort fünf Flaschen seltenen Whisky oder einen der extrem raren Plätze auf einer Liste der Frischproduktlieferanten. Denn Fleisch, Fisch, Käse … das sind in der Mitte des 21. Jahrhunderts unbezahlbare Raritäten geworden. Doch zurück zu den Unterschenkeln. Organtransplantationen stehen auf der Tagesordnung, genauso wie die Verpflanzung diverser Körperteile. Wer es sich leisten kann, macht aus alt einfach neu. Doch warum stehlen, was man gut kaufen kann – und noch dazu dreimal. Truckle ahnt: Es geht nicht nur um das Was, sondern offenbar vor allem um das Wann? Wer braucht exakt auf den Punkt ein neues Körperteil – und kann sich nicht entscheiden welches?

* Gert Prokop
Gert Prokop, (geb. 1932 in Richtenberg, Vorpommern – gest. 1994 in Berlin) war Autor von Kriminalromamen, Science-Fiction und Kinderbüchern. Er zog 1950 nach Berlin, begann bei der Neuen Berliner Illustrierten (NBI) ein Volontariat und arbeitete später als Journalist. 1967-70 wirkt er als Filmdokumentarist im DEFA-Dokumentarfilmstudio Berlin, Gruppe Heynowski & Scheumann. Ab 1971 arbeitete er als freischaffender Schriftsteller. Besonderer Publikumserfolg wurde seinem Kinderbuch "Detektiv Pinky" und den beiden Timothy-Truckle-Bänden zuteil.

* Katrin Wenzel
Katrin Wenzel, geboren 1963, lebt in Leipzig. Seit 1993 fest-freie Redakteurin bei MDR Kultur; zahlreiche Arbeiten für den Rundfunk, darunter Porträt-Features, u.a.: "Galerist in Ost-Berlin: Jürgen Schweinebraden", "Mit den Wolken reden: Die Malerin Gerda Lepke", "Mich interessiert der Hintergrund: Der Künstler Olaf Wegewitz", sowie mehr als 20 Hörspielbearbeitungen, u.a. "Der kleine König Dezember" nach Axel Hacke und "Ein Diamant so groß wie das Ritz" nach Frances Scott Fitzgerald.

(Erstsendung)
Regie: Wolfgang Seesko
Bearbeitung: Katrin Wenzel
Komposition: Martin Hornung
Produktion: MDR 2022
Matthias Matschke: Timothy Truckle
Jens Wawrczeck: Napoleon
Valery Tscheplanowa: Großer Bruder
Werner Wölbern: Professor Edward Paddington
Aljoscha Stadelmann: Smiley Hepburn
Hilmar Eichhorn: Inspektor Hopkins
Bernhard Schütz: Erzähler


19:00 MDR KULTUR Chormagazin (30 Min.)

Neue Produktionen verschiedener Chöre und Vokalensembles – vorwiegend aus dem mitteldeutschen Raum – außerdem Reportagen von internationalen Chorfestivals und Interviews mit Dirigenten, Komponisten und Festivalleitern.


19:30 MDR KULTUR Konzert (150 Min.)
"O Jesulein – ein imaginäres Weihnachtsoratorium"

Mit Werken von Andreas Hammerschmidt, Wolfgang Carl Briegel, Christian Flor, Christoph Bernhard, Heinrich Schütz, Franz Tunder, David Pohle, Johann Christoph Bach u.a. Ensemble Clematis

Anschließend:
* Johann Sebastian Bach: Capriccio sopra la lontananza del suo fratello dilettissimo BWV 992
* Ludwig van Beethoven: Sonate D-Dur, op. 28 "Pastorale"
* Franz Schubert: Drei späte Klavierstücke D 946
Aufnahme vom 14.07.2020, Weimar, Stadtschloss


22:00 MDR KULTUR Orgelmagazin (30 Min.)

Berichte aus der weltweit einmaligen Orgellandschaft Mitteldeutschlands, Gespräche mit Menschen, die für die Orgel leben und Musik, die die schönsten Orgeln aus der Region erklingen lässt.


22:30 MDR KULTUR Nachtmusik (90 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

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Montag, 28. November 2022


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Uhr – Nachrichten
* 00:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Josef Suk: "Scherzo fantastique", op. 25
(Philharmonisches Orchester des Theaters Altenburg – Gera: Gabriel Feltz)
* Johann Adolf Hasse: Miserere c-Moll
(Katherina Müller, Sopran; Elisabeth Wilke, Alt; Gerald Hupach, Tenor; Wolf Matthias Friedrich, Bass; Ars Vocalis; Virtuosi Saxoniae: Ludwig Güttler)
* Sergej Prokofjew: "Cinderella", Suite, op. 87
(MDR-Sinfonieorchester: Michail Jurowski)
* Thomas Schmidt: Sonate fis-Moll, op. 12
(Alexander Baillie, Violoncello; James Lisney, Klavier)
* Carl Maria von Weber: Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur, op. 11
(Peter Rösel, Klavier; Staatskapelle Dresden: Herbert Blomstedt)

* 02:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 02:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Johann Nepomuk Hummel: Klavierkonzert As-Dur, op. 113
(London Mozart Players, Klavier und Leitung: Howard Shelley)
* Igor Strawinsky: "Le baiser de la fée", Suite
(Dora Bratchkova, Violine; Violeta Popova, Klavier)
* Gioacchino Rossini: Fagottkonzert
(Patrick de Ritis, Fagott; Philharmonisches Orchester Würzburg: Enrico Calesso)
* Johan Helmich Roman: Sonate Nr. 3 c-Moll
(Dan Laurin, Blockflöte; Anna Paradiso, Cembalo)
* Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 36
(Berliner Philharmoniker: Herbert von Karajan)

* 04:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 04:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Mélanie Bonis: "Les femmes de légende"
(Bukarest Symphonieorchester: Benoît Fromanger)
* Claude Debussy: "Pour le piano", L 95
(Beatrice Rana, Klavier)
* Michael Haydn: Symphonie Nr. 23 F-Dur, P 14
(Deutsche Kammerakademie Neuss: Johannes Goritzki)

* 05:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 05:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Allegro B-Dur, KV 516 c
(Martin Fröst, Klarinette; Janine Jansen, Boris Brovtsyn, Violine; Maxim Rysanow, Viola; Torleif Thedéen, Violoncello)
* Franz Danzi: Sinfonia concertante B-Dur, Allegro moderato, op. 41
(James Galway, Flöte; Sabine Meyer, Klarinette; Württembergisches Kammerorchester: Jörg Faerber)
* Evaristo Felice dall'Abaco: Konzert D-Dur, op. 5, Nr. 6
(Concerto Köln)
* Charles-Valentin Alkan: Concerto da camera cis-Moll, op. 10, Nr. 2
(Marc-André Hamelin, Klavier; BBC Scottish Symphony Orchestra: Martyn Brabbins)
* Georg Philipp Telemann: Scherzo Nr. 2 E-Dur, TWV 42:E3
(Parnassi musici)
* Édouard Lalo: Introduction et Scherzo
(Vladyslava Luchenko, Violine; Orchestre Philharmonique Royal de Liège: Jean-Jacques Kantorow)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)
Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.
Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


09:00 Vom Ende der Einsamkeit (6/15) (35 Min.)
Von Benedict Wells

Die Geschichte erzählt von den Geschwistern Jules, Liz und Marty Moreau, die bereits in Kindertagen ihre Eltern durch einen fatalen Autounfall verlieren. Alle drei werden auf dasselbe Internat geschickt, ihre Wege driften aber nach und nach immer weiter auseinander. Während Liz sich in Drogen- und Sexabenteuer stürzt und Marty sich immer mehr in seine Computerwelt verkriecht, findet Jules, der Ich-Erzähler des Romans, in seinen Traumwelten Zuflucht. Der zuvor mutige und draufgängerische Junge wird zum nachdenklichen und melancholischen Außenseiter. Eine Weggefährtin und Leidensgenossin findet Jules nur in seiner geheimnisvollen Mitschülerin Alva. Mit ihr teilt er seine Liebe zu Literatur und Musik, aber die beiden verbindet auch die frühe Erfahrung eines tiefen Schmerzes. "Vom Ende der Einsamkeit" erzählt, wie die drei Geschwister auf je eigene Weise versuchen, den Tod ihrer Eltern zu bewältigen, und wie sie trotz ihrer grundverschiedenen Charaktere doch immer wieder zusammenfinden. Benedict Wells wurde 1984 in München geboren, zog nach dem Abitur nach Berlin und entschied sich gegen ein Studium, um zu schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vierter Roman, "Vom Ende der Einsamkeit", stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature 2016 ausgezeichnet und ist bislang in 38 Sprachen erschienen. Nach Jahren in Barcelona lebt Benedict Wells in Zürich. Robert Stadlober wurde 1982 in Friesach, Kärnten geboren und ist ein österreichischer Schauspieler, Hörbuchsprecher, Synchronsprecher, Musiker und Sänger. Nach der Scheidung der Eltern zog er mit seiner aus Deutschland stammenden Mutter und seiner Schwester nach Berlin. Im Alter von 15 Jahren beendete er vorzeitig die Schule, um sich dem Schauspiel zu widmen. Seinen Durchbruch hatte er bereits 1999 im Film "Sonnenallee" und 2000 in dem Spielfilm "Crazy".

Produktion: Diogenes 2018
Es liest: Robert Stadlober


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)
Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)
Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


15:00 Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (1/24) (30 Min.)

Der Königsweg der Schwejkschen Verweigerung heißt nicht etwa Widerstand, sondern: Sabotage durch Übererfüllung. Pflichteifrig und von – scheinbar – unbedingtem Gehorsam, schafft Schwejk es immer wieder, die immanente Unmenschlichkeit der Herrschafts- und Befehlsverhältnisse seiner Zeit aufzudecken – ohne dies eigentlich zu wollen. Er enttarnt ihre Lächerlichkeit und Menschenfeindlichkeit nicht durch Kritik, sondern indem er versucht, sie mit stoischer Gelassenheit als genauso richtig, wertvoll und nützlich anzuerkennen, wie sie es von sich glauben machen wollen. Auf diesem Weg findet Schwejk neue Freunde oder bringt lächerliche Autoritäten zur Weißglut. Dabei hilft ihm auch sein unerschöpfliches Repertoire an Anekdoten. Jaroslav Hasek, 1883 in Prag geboren, lebte zumeist als freier Schriftsteller. Es heißt, er saß jeden Tag in der Kneipe, schrieb Satiren, die er bei Zeitungen ablieferte, um das Honorar gleich wieder zu vertrinken. Sein tiefes Verständnis für Denk- und Lebensweise der kleinen Leute hatte sich Hasek wohl im Selbststudium angeeignet, in den Kneipen, während eines Aufenthaltes im Irrenhaus und auch, als er einige Zeit quasi als Landstreicher durch Europa zog. Nach einem kurzen Zwischenspiel als bolschewistischer Kommissar kehrte er 1920 nach Prag zurück. Hier erschien 1921 einer der ersten Antikriegsromane überhaupt: "Der brave Soldat Schwejk". Er war als Fortsetzungsroman gedacht, aber zu Ende schreiben konnte Hasek den "Schwejk" nicht, er starb 1923 mit nur 39 Jahren an Tuberkulose, zusätzlich geschwächt durch langjährigen Alkoholkonsum. Wolfram Berger, geboren 1945 in Graz, absolvierte seine Ausbildung zum Schauspieler an der Grazer Hochschule für Musik und darstellende Kunst und nahm danach ein Engagement am Schauspielhaus Graz an. Nach Stationen an Theatern in Basel, Zürich, Stuttgart und Bochum wurde er freischaffender Künstler. Neben seiner Arbeit am Theater tritt Berger wiederholt in Kino- und Fernsehproduktionen auf. Der Schauspieler ist auch ein gefragter Sprecher und hat in zahlreichen Radio-, Hörspiel- und Hörbuchproduktionen mitgewirkt. 1997 wurde Wolfram Berger mit dem Salzburger Stier, 2001 mit dem ORF-Hörspielpreis und 2008 wie auch 2010 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Für die "MDR KULTUR Lesezeit" hat Wolfram Berger bereits den Roman "Ich habe den englischen König bedient" von Bohumil Hrabal (2004) eingelesen, außerdem "Abschiedswalzer" von Milan Kundera (2006) sowie Arnold Zweigs "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (2014).

Regie: Wolfgang Rindfleisch
Bearbeitung: Heide Böwe
Produktion: MDR 2016
Es liest:
Wolfram Berger


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)
Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial Musik (60 Min.)
Die Musikredakteure von MDR KULTUR stellen montags zwischen 18:05 und 19:00 Uhr Neuerscheinungen aus dem aktuellen Musikmarkt vor.
Die Auswahl reicht von Jazz, Pop, Weltmusik, Chanson, Folk bis Elektronik.


19:00 Vom Ende der Einsamkeit (Folge 6 von 15) (35 Min.)
Von Benedict Wells

Die Geschichte erzählt von den Geschwistern Jules, Liz und Marty Moreau, die bereits in Kindertagen ihre Eltern durch einen fatalen Autounfall verlieren. Alle drei werden auf dasselbe Internat geschickt, ihre Wege driften aber nach und nach immer weiter auseinander. Während Liz sich in Drogen- und Sexabenteuer stürzt und Marty sich immer mehr in seine Computerwelt verkriecht, findet Jules, der Ich-Erzähler des Romans, in seinen Traumwelten Zuflucht. Der zuvor mutige und draufgängerische Junge wird zum nachdenklichen und melancholischen Außenseiter. Eine Weggefährtin und Leidensgenossin findet Jules nur in seiner geheimnisvollen Mitschülerin Alva. Mit ihr teilt er seine Liebe zu Literatur und Musik, aber die beiden verbindet auch die frühe Erfahrung eines tiefen Schmerzes. "Vom Ende der Einsamkeit" erzählt, wie die drei Geschwister auf je eigene Weise versuchen, den Tod ihrer Eltern zu bewältigen, und wie sie trotz ihrer grundverschiedenen Charaktere doch immer wieder zusammenfinden. Benedict Wells wurde 1984 in München geboren, zog nach dem Abitur nach Berlin und entschied sich gegen ein Studium, um zu schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vierter Roman, "Vom Ende der Einsamkeit", stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature 2016 ausgezeichnet und ist bislang in 38 Sprachen erschienen. Nach Jahren in Barcelona lebt Benedict Wells in Zürich. Robert Stadlober wurde 1982 in Friesach, Kärnten geboren und ist ein österreichischer Schauspieler, Hörbuchsprecher, Synchronsprecher, Musiker und Sänger. Nach der Scheidung der Eltern zog er mit seiner aus Deutschland stammenden Mutter und seiner Schwester nach Berlin. Im Alter von 15 Jahren beendete er vorzeitig die Schule, um sich dem Schauspiel zu widmen. Seinen Durchbruch hatte er bereits 1999 im Film "Sonnenallee" und 2000 in dem Spielfilm "Crazy".

Produktion: Diogenes 2018
Mitwirkende:
Robert Stadlober


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)
Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Konzert (90 Min.)
Ausgewählte Livemitschnitte und populäre Konzerte mit Künstlern aus Rock, Pop, Folk und Jazz


21:30 MDR KULTUR Studiosession (30 Min.)
Eine Sendung von Jan Kubon

In der MDR Kultur Studio Session sind Musiker aus der ganzen Welt zu Gast. Sie spielen ihre Songs in akustischen exklusiven Versionen, reden über ihre Musik und ihr Leben. Die Studiosession ist der Ort für die nahen Momente, ergreifende Geschichten und feine Musik.


22:00 Das Halbhalbe und das Ganzganze (90 Min.)
Im Gedenken an die Opfer des rechtsextremistischen Terroranschlags von Hanau
Von Safiye Can

Sie sprechen über Literatur, Kunst, Klassiker der griechischen Mythologie und mitunter über ein Gedicht von Nâzim Hikmet. Er nennt sie Sophia, sie nennt ihn Friedrich – sie sind, wie viele sagen würden, "gut integriert". Kinder der 2., vielleicht 3. Generation aus Familien mit Migrationsgeschichte. Wie begreifen sie sich? Als halb deutsch und halb das andere Land? Oder ganz das eine und ganz das andere? Darüber sind sie sich nicht einig. Als ihre Geschichte anfing, hörten sie Schubert und Deutsch-Rap, studierten, jobbten, teilten sich Kippen und hielten es aus, uneins zu sein. Aber das rassistische Attentat von Hanau ändert alles, auch im Rückblick. Wie gefährlich sind die rechtsextremistischen "Einzeltäter" und wie viele sind es? In die Geschichte von "Sophia" und "Friedrich" schlagen Angst, Wut und Trauer ein. Was haben Hanau und die mediale Rezeption von "Hanau" mit ihnen, mit uns gemacht? Mit Originaltönen aus dem Feature "Der letzte Tag" von Sebastian Friedrich und Musik u.a. von Aksu, Azzi Memo, Rola, Breaks Mics & Stylez, BRKN, Dein 16er für Hanau: Marshall, Kazim Koyuncu, und Morgenstern.

* Safiye Can
Safiye Can studierte Philosophie, Psychoanalyse und Jura an der Goethe-Universität in Frankfurt. Sie ist Autorin und Dichterin der konkreten und visuellen Poesie. U.a wurde sie mit dem Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis (2016) ausgezeichnet. Die Kurzgeschichte, die als Vorlage für Cans Hörspiel diente "Das Halbhalbe und das Ganzganze" erschien erstmals 2014. Zuletzt veröffentlichte Safiye Can den Lyrikband "Poesie und Pandemie" (2021). Safiye Can hat tscherkessische Vorfahren und lebt in Offenbach am Main.

* Andrea Geißler
Andrea Geißler studierte Jüdische Studien und Islamwissenschaft in Heidelberg und Jerusalem, anschließend Dramaturgie in Frankfurt am Main. Sie ist als Autorin und Redakteurin tätig und war zuletzt Stipendiatin im Literarischen Colloquium Berlin. Ihr Hörspiel-Debüt "Hyperbolische Körper" wurde mit dem Publikumspreis der ARD-Hörspieltage 2020 ausgezeichnet. "Das Halbhalbe und das Ganzganze" ist ihr Hörspiel-Regiedebüt.
(57 Min.)

Regie: Andrea Geißler
Produktion: Hessischer Rundfunk
Kristin Alia Hunold
Murat Dikenci
Steffen Happel
Uli Höhmann
Marielle Layher


23:30 MDR KULTUR Nachtmusik (30 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

*

Dienstag, 29. November 2022


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Uhr – Nachrichten
* 00:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Robert Schumann: Fantasie C-Dur, op. 131
(Iskandar Widjaja, Violine; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Christoph Eschenbach)
* Claude Debussy: Sonate g-Moll
(Sinn Yang, Violine; Marco Grisanti, Klavier)
* Joseph Haydn: Symphonie Nr. 97 C-Dur
(Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Ton Koopman)
* Richard Wagner: "Wesendonck-Lieder"
(Angela Denoke, Sopran; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Ingo Metzmacher)
* Nikolaj Rimskij-Korsakow: "Schneeflöckchen", Suite
(Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Michail Jurowski)
* Igor Strawinsky: "Psalmensinfonie"
(Rundfunkchor Berlin; Berliner Philharmoniker: Simon Rattle)

* 02:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 02:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Giuseppe Verdi: "Les vêpres siciliennes", Le quattro stagioni
(Bournemouth Symphony Orchestra: José Serebrier)
* Maurice Ravel: Klaviertrio a-Moll
(The Florestan Trio)
* Elisabeth Jacquet de la Guerre: "Samson"
(Isabelle Desrochers, Sopran; Les Voix Humaines)
* Antonio Casimir Cartellieri: Parthia Nr. 1 Es-Dur
(Consortium Classicum)
* Carlos Jimenez Mabarak: "Ballade vom Hirschen und vom Mond"
(Philharmonisches Orchester Mexiko: Fernando Lozano)

* 04:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 04:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Ralph Vaughan Williams: "Five mystical songs"
(Michael Leighton Jones, Bariton; Jonathan Bradley, Klavier; TinAlley String Quartet; Choir of Trinity College)
* Leopold Godowsky: Passacaglia
(Konstantin Scherbakov, Klavier)
* Jean-Marie Leclair: Violinkonzert D-Dur, op. 7, Nr. 2
(Luis Otavio Santos, Violine; Les Muffatti)

* 05:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 05:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Jacob Rosenhain: Klavierkonzert d-Moll, Presto spirituoso, op. 73
(Tasmanian Symphony Orchestra: Howard Shelley)
* Giovanni Legrenzi: "La Torriana"
(Parnassi musici)
* Alexander Glasunow: "Mazurka-Obèreque"
(Itzhak Perlman, Violine; The Abbey Road Ensemble: Lawrence Foster)
* Wilhelm Stenhammar: "Reverenza"
(Göteborger Sinfoniker: Neeme Järvi)
* Sergej Prokofjew: "Cinderella", Galopp, op. 87
(Martha Argerich, Michail Pletnev, Klavier)
* Jean-Baptiste Farinel: Suite Nr. 1 g-Moll
(Capella Agostino Steffani: Lajos Rovatkay)
* August Klughardt: Concertino, op. 18
(Orchestra della Svizzera Italiana Lugano, Oboe und Leitung: Hansjörg Schellenberger)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)
Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.
Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


09:00 Vom Ende der Einsamkeit (Folge 7 von 15) (35 Min.)
von Benedict Wells

Die Geschichte erzählt von den Geschwistern Jules, Liz und Marty Moreau, die bereits in Kindertagen ihre Eltern durch einen fatalen Autounfall verlieren. Alle drei werden auf dasselbe Internat geschickt, ihre Wege driften aber nach und nach immer weiter auseinander. Während Liz sich in Drogen- und Sexabenteuer stürzt und Marty sich immer mehr in seine Computerwelt verkriecht, findet Jules, der Ich-Erzähler des Romans, in seinen Traumwelten Zuflucht. Der zuvor mutige und draufgängerische Junge wird zum nachdenklichen und melancholischen Außenseiter. Eine Weggefährtin und Leidensgenossin findet Jules nur in seiner geheimnisvollen Mitschülerin Alva. Mit ihr teilt er seine Liebe zu Literatur und Musik, aber die beiden verbindet auch die frühe Erfahrung eines tiefen Schmerzes. "Vom Ende der Einsamkeit" erzählt, wie die drei Geschwister auf je eigene Weise versuchen, den Tod ihrer Eltern zu bewältigen, und wie sie trotz ihrer grundverschiedenen Charaktere doch immer wieder zusammenfinden. Benedict Wells wurde 1984 in München geboren, zog nach dem Abitur nach Berlin und entschied sich gegen ein Studium, um zu schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vierter Roman, "Vom Ende der Einsamkeit", stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature 2016 ausgezeichnet und ist bislang in 38 Sprachen erschienen. Nach Jahren in Barcelona lebt Benedict Wells in Zürich. Robert Stadlober wurde 1982 in Friesach, Kärnten geboren und ist ein österreichischer Schauspieler, Hörbuchsprecher, Synchronsprecher, Musiker und Sänger. Nach der Scheidung der Eltern zog er mit seiner aus Deutschland stammenden Mutter und seiner Schwester nach Berlin. Im Alter von 15 Jahren beendete er vorzeitig die Schule, um sich dem Schauspiel zu widmen. Seinen Durchbruch hatte er bereits 1999 im Film "Sonnenallee" und 2000 in dem Spielfilm "Crazy".

Produktion: Diogenes 2018
Mitwirkende:
Robert Stadlober
(27 Min.)


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)
Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)
Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


15:00 Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (Folge 2 von 24) (30 Min.)

Der Königsweg der Schwejkschen Verweigerung heißt nicht etwa Widerstand, sondern: Sabotage durch Übererfüllung. Pflichteifrig und von – scheinbar – unbedingtem Gehorsam, schafft Schwejk es immer wieder, die immanente Unmenschlichkeit der Herrschafts- und Befehlsverhältnisse seiner Zeit aufzudecken – ohne dies eigentlich zu wollen. Er enttarnt ihre Lächerlichkeit und Menschenfeindlichkeit nicht durch Kritik, sondern indem er versucht, sie mit stoischer Gelassenheit als genauso richtig, wertvoll und nützlich anzuerkennen, wie sie es von sich glauben machen wollen. Auf diesem Weg findet Schwejk neue Freunde oder bringt lächerliche Autoritäten zur Weißglut. Dabei hilft ihm auch sein unerschöpfliches Repertoire an Anekdoten. Jaroslav Hasek, 1883 in Prag geboren, lebte zumeist als freier Schriftsteller. Es heißt, er saß jeden Tag in der Kneipe, schrieb Satiren, die er bei Zeitungen ablieferte, um das Honorar gleich wieder zu vertrinken. Sein tiefes Verständnis für Denk- und Lebensweise der kleinen Leute hatte sich Hasek wohl im Selbststudium angeeignet, in den Kneipen, während eines Aufenthaltes im Irrenhaus und auch, als er einige Zeit quasi als Landstreicher durch Europa zog. Nach einem kurzen Zwischenspiel als bolschewistischer Kommissar kehrte er 1920 nach Prag zurück. Hier erschien 1921 einer der ersten Antikriegsromane überhaupt: "Der brave Soldat Schwejk". Er war als Fortsetzungsroman gedacht, aber zu Ende schreiben konnte Hasek den "Schwejk" nicht, er starb 1923 mit nur 39 Jahren an Tuberkulose, zusätzlich geschwächt durch langjährigen Alkoholkonsum. Wolfram Berger, geboren 1945 in Graz, absolvierte seine Ausbildung zum Schauspieler an der Grazer Hochschule für Musik und darstellende Kunst und nahm danach ein Engagement am Schauspielhaus Graz an. Nach Stationen an Theatern in Basel, Zürich, Stuttgart und Bochum wurde er freischaffender Künstler. Neben seiner Arbeit am Theater tritt Berger wiederholt in Kino- und Fernsehproduktionen auf. Der Schauspieler ist auch ein gefragter Sprecher und hat in zahlreichen Radio-, Hörspiel- und Hörbuchproduktionen mitgewirkt. 1997 wurde Wolfram Berger mit dem Salzburger Stier, 2001 mit dem ORF-Hörspielpreis und 2008 wie auch 2010 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Für die Lesezeit hat Wolfram Berger für MDR Kultur bereits den Roman "Ich habe den englischen König bedient" von Bohumil Hrabal (2004) eingelesen, außerdem "Abschiedswalzer" von Milan Kundera (2006) sowie Arnold Zweigs "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (2014).

Regie: Wolfgang Rindfleisch
Bearbeitung: Heide Böwe
Produktion: MDR 2016
Mitwirkende:
Wolfram Berger


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)
Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial (60 Min.)
Der aktuelle, ausführliche Themenschwerpunkt aus Kultur, Gesellschaft und Politik.


19:00 Vom Ende der Einsamkeit (Folge 7 von 15) (35 Min.)
von Benedict Wells

Die Geschichte erzählt von den Geschwistern Jules, Liz und Marty Moreau, die bereits in Kindertagen ihre Eltern durch einen fatalen Autounfall verlieren. Alle drei werden auf dasselbe Internat geschickt, ihre Wege driften aber nach und nach immer weiter auseinander. Während Liz sich in Drogen- und Sexabenteuer stürzt und Marty sich immer mehr in seine Computerwelt verkriecht, findet Jules, der Ich-Erzähler des Romans, in seinen Traumwelten Zuflucht. Der zuvor mutige und draufgängerische Junge wird zum nachdenklichen und melancholischen Außenseiter. Eine Weggefährtin und Leidensgenossin findet Jules nur in seiner geheimnisvollen Mitschülerin Alva. Mit ihr teilt er seine Liebe zu Literatur und Musik, aber die beiden verbindet auch die frühe Erfahrung eines tiefen Schmerzes. "Vom Ende der Einsamkeit" erzählt, wie die drei Geschwister auf je eigene Weise versuchen, den Tod ihrer Eltern zu bewältigen, und wie sie trotz ihrer grundverschiedenen Charaktere doch immer wieder zusammenfinden. Benedict Wells wurde 1984 in München geboren, zog nach dem Abitur nach Berlin und entschied sich gegen ein Studium, um zu schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vierter Roman, "Vom Ende der Einsamkeit", stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature 2016 ausgezeichnet und ist bislang in 38 Sprachen erschienen. Nach Jahren in Barcelona lebt Benedict Wells in Zürich. Robert Stadlober wurde 1982 in Friesach, Kärnten geboren und ist ein österreichischer Schauspieler, Hörbuchsprecher, Synchronsprecher, Musiker und Sänger. Nach der Scheidung der Eltern zog er mit seiner aus Deutschland stammenden Mutter und seiner Schwester nach Berlin. Im Alter von 15 Jahren beendete er vorzeitig die Schule, um sich dem Schauspiel zu widmen. Seinen Durchbruch hatte er bereits 1999 im Film "Sonnenallee" und 2000 in dem Spielfilm "Crazy".

Produktion: Diogenes 2018
Mitwirkende:
Robert Stadlober
(27 Min.)


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Konzert (120 Min.)
KAMMERMUSIKFESTIVAL CON SPIRITO

* Peter Tschaikowski: Nussknacker-Suite op. 74a
in der Bearbeitung für Klavierquintett von Uwe Prochnow
(Nach dem Märchen "Nussknacker und Mäusekönig" von E.T.A. Hoffmann)
Stephen Waarts / Violine
Sarah Christian / Violine
Pauline Sachse / Viola
Peter Bruns / Violoncello
Benedikt Hübner / Kontrabass
Annegret Kuttner / Klavier
* Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierquartett Nr. 2 Es-Dur KV 493
Tobias Feldmann / Violine
Pauline Sachse / Viola
Maximilian Hornung / Violoncello
Christoph Traxler / Klavier
* Emilie Mayer: Tonwellen op. 30 für Klavier
Christoph Traxler / Klavier
* Carl Maria von Weber: Klarinettenquintett B-Dur op. 34
Shirley Brill / Klarinette
Sarah Christian / Violine
Stephen Waarts / Violine
Pauline Sachse / Viola
Maximilian Hornung / Violoncello
Aufnahme vom 18.09.2022, Leipzig, Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy"


22:00 MDR KULTUR Werkstatt Mitteldeutschland (60 Min.)
Gespräche, Atelier-Besuche, Diskussions-Runden und Reportagen aus Mitteldeutschland.


23:00 MDR KULTUR Nachtmusik (60 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

*

Mittwoch, 30. November 2022


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Nachrichten
* 00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Edvard Grieg: "Im Herbst", Konzertouvertüre
(WDR Sinfonieorchester Köln: Eivind Aadland)
* Robert Schumann: Fantasie C-Dur, op. 17
(Matthias Kirschnereit, Klavier)
* E.T.A. Hoffmann: "Arlequin". Ballettmusik
(Deutsche Kammerakademie Neuss: Johannes Goritzki)
* Carl Philipp Emanuel Bach: Sonate A-Dur, Wq 146
(Les Amis de Philippe)
* Marie Jaëll: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll
(Cora Irsen, Klavier; WDR Funkhausorchester: Arjan Tien)

* 02:00 Nachrichten, Wetter
* 02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II)
* François-Joseph Gossec: Symphonie B-Dur, op. 6, Nr. 6
(Münchner Rundfunkorchester: Marcello Viotti)
* Giuseppe Verdi: Quintett e-Moll
(Quintetto Avant-Garde)
* Jules Massenet: Klavierkonzert Es-Dur
(Aldo Ciccolini, Klavier; Orchestre National de l'Opéra de Monte-Carlo: Sylvain Cambreling)
* Maurice Ravel: Sonate – "Sonate posthume"
(Leonidas Kavakos, Violine; Péter Nagy, Klavier)
* Joseph Haydn: Symphonie Nr. 86 D-Dur
(Orchestra of the Age of Enlightenment: Sigiswald Kuijken)

* 04:00 Nachrichten, Wetter
* 04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Franz Xaver Neruda: Violoncellokonzert Nr. 3 A-Dur, op. 60
(Beate Altenburg, Violoncello; Anhaltische Philharmonie Dessau: Golo Berg)
* Josef Suk: Klaviertrio c-Moll, op. 2
(Atos Trio)
* Jean-Baptiste Lully: "Alceste", Suite
(Le Concert des Nations: Jordi Savall)

* 05:00 Nachrichten, Wetter
* 05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Joseph Haydn: Symphonie Nr. 31 D-Dur, Allegro
(Scottish Chamber Orchestra: Robin Ticciati)
* Antonio Vivaldi: Violinkonzert d-Moll, RV 235
(Giuliano Carmignola, Violine; Venice Baroque Orchestra: Andrea Marcon)
* Richard Wagner: "Die Meistersinger von Nürnberg", Vorspiel aus dem 1. Aufzug
(Swedish Chamber Orchestra: Thomas Dausgaard)
* Cécile Chaminade: Concertino, op. 107
(Manuela Wiesler, Flöte; Helsingborg Symphony Orchestra: Philippe Auguin)
* Jean-Baptiste Lully: "Phaeton", Ouvertüre und Tänze
(European Union Baroque Orchestra: Rachel Podger)
* Henri Vieuxtemps: Violinkonzert Nr. 4 d-Moll, Scherzo vivace, op. 31
(Hilary Hahn, Violine; Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Paavo Järvi)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)
Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.
Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


09:00 Vom Ende der Einsamkeit (Folge 8 von 15) (35 Min.)
von Benedict Wells

Die Geschichte erzählt von den Geschwistern Jules, Liz und Marty Moreau, die bereits in Kindertagen ihre Eltern durch einen fatalen Autounfall verlieren. Alle drei werden auf dasselbe Internat geschickt, ihre Wege driften aber nach und nach immer weiter auseinander. Während Liz sich in Drogen- und Sexabenteuer stürzt und Marty sich immer mehr in seine Computerwelt verkriecht, findet Jules, der Ich-Erzähler des Romans, in seinen Traumwelten Zuflucht. Der zuvor mutige und draufgängerische Junge wird zum nachdenklichen und melancholischen Außenseiter. Eine Weggefährtin und Leidensgenossin findet Jules nur in seiner geheimnisvollen Mitschülerin Alva. Mit ihr teilt er seine Liebe zu Literatur und Musik, aber die beiden verbindet auch die frühe Erfahrung eines tiefen Schmerzes. "Vom Ende der Einsamkeit" erzählt, wie die drei Geschwister auf je eigene Weise versuchen, den Tod ihrer Eltern zu bewältigen, und wie sie trotz ihrer grundverschiedenen Charaktere doch immer wieder zusammenfinden. Benedict Wells wurde 1984 in München geboren, zog nach dem Abitur nach Berlin und entschied sich gegen ein Studium, um zu schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vierter Roman, "Vom Ende der Einsamkeit", stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature 2016 ausgezeichnet und ist bislang in 38 Sprachen erschienen. Nach Jahren in Barcelona lebt Benedict Wells in Zürich. Robert Stadlober wurde 1982 in Friesach, Kärnten geboren und ist ein österreichischer Schauspieler, Hörbuchsprecher, Synchronsprecher, Musiker und Sänger. Nach der Scheidung der Eltern zog er mit seiner aus Deutschland stammenden Mutter und seiner Schwester nach Berlin. Im Alter von 15 Jahren beendete er vorzeitig die Schule, um sich dem Schauspiel zu widmen. Seinen Durchbruch hatte er bereits 1999 im Film "Sonnenallee" und 2000 in dem Spielfilm "Crazy".

Produktion: Diogenes 2018
Mitwirkende:
Robert Stadlober
(27 Min.)


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)
Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)
Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


15:00 Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (Folge 3 von 24) (30 Min.)

Der Königsweg der Schwejkschen Verweigerung heißt nicht etwa Widerstand, sondern: Sabotage durch Übererfüllung. Pflichteifrig und von – scheinbar – unbedingtem Gehorsam, schafft Schwejk es immer wieder, die immanente Unmenschlichkeit der Herrschafts- und Befehlsverhältnisse seiner Zeit aufzudecken – ohne dies eigentlich zu wollen. Er enttarnt ihre Lächerlichkeit und Menschenfeindlichkeit nicht durch Kritik, sondern indem er versucht, sie mit stoischer Gelassenheit als genauso richtig, wertvoll und nützlich anzuerkennen, wie sie es von sich glauben machen wollen. Auf diesem Weg findet Schwejk neue Freunde oder bringt lächerliche Autoritäten zur Weißglut. Dabei hilft ihm auch sein unerschöpfliches Repertoire an Anekdoten. Jaroslav Hasek, 1883 in Prag geboren, lebte zumeist als freier Schriftsteller. Es heißt, er saß jeden Tag in der Kneipe, schrieb Satiren, die er bei Zeitungen ablieferte, um das Honorar gleich wieder zu vertrinken. Sein tiefes Verständnis für Denk- und Lebensweise der kleinen Leute hatte sich Hasek wohl im Selbststudium angeeignet, in den Kneipen, während eines Aufenthaltes im Irrenhaus und auch, als er einige Zeit quasi als Landstreicher durch Europa zog. Nach einem kurzen Zwischenspiel als bolschewistischer Kommissar kehrte er 1920 nach Prag zurück. Hier erschien 1921 einer der ersten Antikriegsromane überhaupt: "Der brave Soldat Schwejk". Er war als Fortsetzungsroman gedacht, aber zu Ende schreiben konnte Hasek den "Schwejk" nicht, er starb 1923 mit nur 39 Jahren an Tuberkulose, zusätzlich geschwächt durch langjährigen Alkoholkonsum. Wolfram Berger, geboren 1945 in Graz, absolvierte seine Ausbildung zum Schauspieler an der Grazer Hochschule für Musik und darstellende Kunst und nahm danach ein Engagement am Schauspielhaus Graz an. Nach Stationen an Theatern in Basel, Zürich, Stuttgart und Bochum wurde er freischaffender Künstler. Neben seiner Arbeit am Theater tritt Berger wiederholt in Kino- und Fernsehproduktionen auf. Der Schauspieler ist auch ein gefragter Sprecher und hat in zahlreichen Radio-, Hörspiel- und Hörbuchproduktionen mitgewirkt. 1997 wurde Wolfram Berger mit dem Salzburger Stier, 2001 mit dem ORF-Hörspielpreis und 2008 wie auch 2010 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Für die Lesezeit hat Wolfram Berger für MDR Kultur bereits den Roman "Ich habe den englischen König bedient" von Bohumil Hrabal (2004) eingelesen, außerdem "Abschiedswalzer" von Milan Kundera (2006) sowie Arnold Zweigs "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (2014).

Regie: Wolfgang Rindfleisch
Bearbeitung: Heide Böwe
Produktion: MDR 2016
Mitwirkende:
Wolfram Berger


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)
Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial (60 Min.)
Der aktuelle, ausführliche Themenschwerpunkt aus Kultur, Gesellschaft und Politik.


19:00 Vom Ende der Einsamkeit (Folge 8 von 15) (35 Min.)
von Benedict Wells

Die Geschichte erzählt von den Geschwistern Jules, Liz und Marty Moreau, die bereits in Kindertagen ihre Eltern durch einen fatalen Autounfall verlieren. Alle drei werden auf dasselbe Internat geschickt, ihre Wege driften aber nach und nach immer weiter auseinander. Während Liz sich in Drogen- und Sexabenteuer stürzt und Marty sich immer mehr in seine Computerwelt verkriecht, findet Jules, der Ich-Erzähler des Romans, in seinen Traumwelten Zuflucht. Der zuvor mutige und draufgängerische Junge wird zum nachdenklichen und melancholischen Außenseiter. Eine Weggefährtin und Leidensgenossin findet Jules nur in seiner geheimnisvollen Mitschülerin Alva. Mit ihr teilt er seine Liebe zu Literatur und Musik, aber die beiden verbindet auch die frühe Erfahrung eines tiefen Schmerzes. "Vom Ende der Einsamkeit" erzählt, wie die drei Geschwister auf je eigene Weise versuchen, den Tod ihrer Eltern zu bewältigen, und wie sie trotz ihrer grundverschiedenen Charaktere doch immer wieder zusammenfinden. Benedict Wells wurde 1984 in München geboren, zog nach dem Abitur nach Berlin und entschied sich gegen ein Studium, um zu schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vierter Roman, "Vom Ende der Einsamkeit", stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature 2016 ausgezeichnet und ist bislang in 38 Sprachen erschienen. Nach Jahren in Barcelona lebt Benedict Wells in Zürich. Robert Stadlober wurde 1982 in Friesach, Kärnten geboren und ist ein österreichischer Schauspieler, Hörbuchsprecher, Synchronsprecher, Musiker und Sänger. Nach der Scheidung der Eltern zog er mit seiner aus Deutschland stammenden Mutter und seiner Schwester nach Berlin. Im Alter von 15 Jahren beendete er vorzeitig die Schule, um sich dem Schauspiel zu widmen. Seinen Durchbruch hatte er bereits 1999 im Film "Sonnenallee" und 2000 in dem Spielfilm "Crazy".

Produktion: Diogenes 2018
Mitwirkende:
Robert Stadlober
(27 Min.)


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Songs und Chansons (60 Min.)

Deutsche und internationale Größen der Singer-Songwriter-Szene.


21:00 MDR KULTUR Folk und Welt (60 Min.)
Neuvorstellungen, spannende Alben und aktuelle Strömungen der Folk- und Weltmusik.


22:00 Als Mutti in den Westen ging (60 Min.)
Von Adrian-Basil Mueller

Als 1989 die Mauer fällt, ist die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten nach 28 Jahren endlich wieder offen. Doch was für die meisten die lang ersehnte Freiheit bedeutet, wird für einige zum Trauma ihres Lebens. Für die Kinder, deren Mütter und Väter im Westen ein neues Leben beginnen – ohne sie – oft kein Einzelfall: Eltern lassen ihre kleinen Kinder zurück. Einige werden im Heim abgegeben, andere völlig unversorgt in der Wohnung zurückgelassen. Filmemacher Adrian-Basil Müller, der sich schon in früheren Filmen mit ostdeutschen Biografien beschäftigt hat, spricht mit den Kindern von damals: Über das seelische Leid, das sie erfahren mussten und darüber, wie sie damit zurechtkamen und kommen, von den eigenen Eltern verlassen worden zu sein. Nach über 30 Jahren stößt er auf Wunden, die nie geheilt und Fragen, die nie beantwortet wurden.

Produktion: MDR 2022


23:00 MDR KULTUR Nachtmusik (60 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

*

Donnerstag, 1. Dezember 2022


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

00:00 Uhr – Nachrichten
00:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Jean-Féry Rebel: "Les Élément"
(NDR Radiophilharmonie: Reinhard Goebel)
* Johannes Brahms: Klaviertrio c-Moll, op. 101
(Gisela Gmelin-Schellong, Klavier; Marietta Kratz, Violine; Bernhard Gmelin, Violoncello)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert C-dur, KV 415
(Arturo Benedetti Michelangeli; NDR Elbphilharmonie Orchester: Cord Garben)
* Erwin Schulhoff: Sonate
(Bernhard Gmelin, Violoncello; Jürgen Lamke, Klavier)
* Friedrich Witt: Symphonie Nr. 6 a-Moll – "Sinfonie turque"
(Hamburger Symphoniker: Johannes Moesus)

02:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
02:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (II)
* William Sterndale Bennett: Klavierkonzert Nr. 4 f-Moll, op. 19
(BBC Scottish Symphony Orchestra, Klavier und Leitung: Howard Shelley)
* Franz Xaver Richter: Streichquartett G-Dur, op. 5, Nr. 5
(casalQuartett)
* Modest Mussorgskij: "Boris Godunow", Symphonische Synthese
(Bournemouth Symphony Orchestra: José Serebrier)
* Johannes Ockeghem: "Mort tu as navré – Miserere pie Jhesu"
(La Capella Reial de Catalunya: Jordi Savall)
* Johann Wenzel Kalliwoda: Symphonie Nr. 2 Es-Dur, op. 17
(Kölner Akademie: Michael Alexander Willens)

04:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
04:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Heitor Villa-Lobos: Gitarrenkonzert
(Julian Bream, Gitarre; London Symphony Orchestra: André Previn)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate G-Dur, KV 283
(Ivo Pogorelich, Klavier)
* Antonio Rosetti: Oboenkonzert Es-Dur
(Christian Specht, Oboe; Hamburger Symphoniker: Johannes Moesus)

05:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
05:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Henry Charles Litolff: Concerto symphonique Nr. 4, Scherzo, op. 102
(Clifford Curzon, Klavier; London Philharmonic Orchestra: Adrian Boult)
* Adolphe Adam: "Giselle", Danse des vignerons – Pas seul – Bauern-Pas de deux aus dem 1. Akt
(London Symphony Orchestra: Richard Bonynge)
* Christian Sinding: Romanze D-Dur, op. 100
(Andrej Bielow, Violine; NDR Radiophilharmonie: Frank Beermann)
* Georg Friedrich Händel: Concerto grosso e-Moll, op. 6, Nr. 3
(Academy of St. Martin in the Fields: Iona Brown)
* Fanny Hensel: Drei Stücke
(Duo Yaara Tal – Andreas Groethuysen)
* Camille Saint-Saëns: Tarantelle a-Moll, op. 6
(Emmanuel Pahud, Flöte; Paul Meyer, Klarinette; Orchestre de Chambre de Paris: François Leleux)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)
Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.
Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr).


09:00 Vom Ende der Einsamkeit (Folge 9 von 15) (35 Min.)
von Benedict Wells

Die Geschichte erzählt von den Geschwistern Jules, Liz und Marty Moreau, die bereits in Kindertagen ihre Eltern durch einen fatalen Autounfall verlieren. Alle drei werden auf dasselbe Internat geschickt, ihre Wege driften aber nach und nach immer weiter auseinander. Während Liz sich in Drogen- und Sexabenteuer stürzt und Marty sich immer mehr in seine Computerwelt verkriecht, findet Jules, der Ich-Erzähler des Romans, in seinen Traumwelten Zuflucht. Der zuvor mutige und draufgängerische Junge wird zum nachdenklichen und melancholischen Außenseiter. Eine Weggefährtin und Leidensgenossin findet Jules nur in seiner geheimnisvollen Mitschülerin Alva. Mit ihr teilt er seine Liebe zu Literatur und Musik, aber die beiden verbindet auch die frühe Erfahrung eines tiefen Schmerzes. "Vom Ende der Einsamkeit" erzählt, wie die drei Geschwister auf je eigene Weise versuchen, den Tod ihrer Eltern zu bewältigen, und wie sie trotz ihrer grundverschiedenen Charaktere doch immer wieder zusammenfinden. Benedict Wells wurde 1984 in München geboren, zog nach dem Abitur nach Berlin und entschied sich gegen ein Studium, um zu schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vierter Roman, "Vom Ende der Einsamkeit", stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature 2016 ausgezeichnet und ist bislang in 38 Sprachen erschienen. Nach Jahren in Barcelona lebt Benedict Wells in Zürich. Robert Stadlober wurde 1982 in Friesach, Kärnten geboren und ist ein österreichischer Schauspieler, Hörbuchsprecher, Synchronsprecher, Musiker und Sänger. Nach der Scheidung der Eltern zog er mit seiner aus Deutschland stammenden Mutter und seiner Schwester nach Berlin. Im Alter von 15 Jahren beendete er vorzeitig die Schule, um sich dem Schauspiel zu widmen. Seinen Durchbruch hatte er bereits 1999 im Film "Sonnenallee" und 2000 in dem Spielfilm "Crazy".

Produktion: Diogenes 2018
Mitwirkende:
Robert Stadlober
(27 Min.)


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)
Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)
Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


15:00 Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (Folge 4 von 24) (30 Min.)

Der Königsweg der Schwejkschen Verweigerung heißt nicht etwa Widerstand, sondern: Sabotage durch Übererfüllung. Pflichteifrig und von – scheinbar – unbedingtem Gehorsam, schafft Schwejk es immer wieder, die immanente Unmenschlichkeit der Herrschafts- und Befehlsverhältnisse seiner Zeit aufzudecken – ohne dies eigentlich zu wollen. Er enttarnt ihre Lächerlichkeit und Menschenfeindlichkeit nicht durch Kritik, sondern indem er versucht, sie mit stoischer Gelassenheit als genauso richtig, wertvoll und nützlich anzuerkennen, wie sie es von sich glauben machen wollen. Auf diesem Weg findet Schwejk neue Freunde oder bringt lächerliche Autoritäten zur Weißglut. Dabei hilft ihm auch sein unerschöpfliches Repertoire an Anekdoten. Jaroslav Hasek, 1883 in Prag geboren, lebte zumeist als freier Schriftsteller. Es heißt, er saß jeden Tag in der Kneipe, schrieb Satiren, die er bei Zeitungen ablieferte, um das Honorar gleich wieder zu vertrinken. Sein tiefes Verständnis für die Denk- und Lebensweise der kleinen Leute hatte sich Hasek wohl im Selbststudium angeeignet, in den Kneipen, während eines Aufenthaltes im Irrenhaus und auch, als er einige Zeit quasi als Landstreicher durch Europa zog. Nach einem kurzen Zwischenspiel als bolschewistischer Kommissar kehrte er 1920 nach Prag zurück. Hier erschien 1921 einer der ersten Antikriegsromane überhaupt: "Der brave Soldat Schwejk". Er war als Fortsetzungsroman gedacht, aber zu Ende schreiben konnte Hasek den "Schwejk" nicht, er starb 1923 mit nur 39 Jahren an Tuberkulose, zusätzlich geschwächt durch langjährigen Alkoholkonsum. Wolfram Berger, geboren 1945 in Graz, absolvierte seine Ausbildung zum Schauspieler an der Grazer Hochschule für Musik und darstellende Kunst und nahm danach ein Engagement am Schauspielhaus Graz an. Nach Stationen an Theatern in Basel, Zürich, Stuttgart und Bochum wurde er freischaffender Künstler. Neben seiner Arbeit am Theater tritt Berger wiederholt in Kino- und Fernsehproduktionen auf. Der Schauspieler ist auch ein gefragter Sprecher und hat in zahlreichen Radio-, Hörspiel- und Hörbuchproduktionen mitgewirkt. 1997 wurde Wolfram Berger mit dem Salzburger Stier, 2001 mit dem ORF-Hörspielpreis und 2008 wie auch 2010 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Für die Lesezeit hat Wolfram Berger für MDR Kultur bereits den Roman "Ich habe den englischen König bedient" von Bohumil Hrabal (2004) eingelesen, außerdem "Abschiedswalzer" von Milan Kundera (2006) sowie Arnold Zweigs "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (2014).
(11 Min.)

Regie: Wolfgang Rindfleisch
Bearbeitung: Heide Böwe
Produktion: MDR 2016
Mitwirkende:
Wolfram Berger


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)
Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial (60 Min.)
Der aktuelle, ausführliche Themenschwerpunkt aus Kultur, Gesellschaft und Politik.


19:00 Vom Ende der Einsamkeit (Folge 9 von 15) (35 Min.)
von Benedict Wells

Die Geschichte erzählt von den Geschwistern Jules, Liz und Marty Moreau, die bereits in Kindertagen ihre Eltern durch einen fatalen Autounfall verlieren. Alle drei werden auf dasselbe Internat geschickt, ihre Wege driften aber nach und nach immer weiter auseinander. Während Liz sich in Drogen- und Sexabenteuer stürzt und Marty sich immer mehr in seine Computerwelt verkriecht, findet Jules, der Ich-Erzähler des Romans, in seinen Traumwelten Zuflucht. Der zuvor mutige und draufgängerische Junge wird zum nachdenklichen und melancholischen Außenseiter. Eine Weggefährtin und Leidensgenossin findet Jules nur in seiner geheimnisvollen Mitschülerin Alva. Mit ihr teilt er seine Liebe zu Literatur und Musik, aber die beiden verbindet auch die frühe Erfahrung eines tiefen Schmerzes. "Vom Ende der Einsamkeit" erzählt, wie die drei Geschwister auf je eigene Weise versuchen, den Tod ihrer Eltern zu bewältigen, und wie sie trotz ihrer grundverschiedenen Charaktere doch immer wieder zusammenfinden. Benedict Wells wurde 1984 in München geboren, zog nach dem Abitur nach Berlin und entschied sich gegen ein Studium, um zu schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vierter Roman, "Vom Ende der Einsamkeit", stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature 2016 ausgezeichnet und ist bislang in 38 Sprachen erschienen. Nach Jahren in Barcelona lebt Benedict Wells in Zürich. Robert Stadlober wurde 1982 in Friesach, Kärnten geboren und ist ein österreichischer Schauspieler, Hörbuchsprecher, Synchronsprecher, Musiker und Sänger. Nach der Scheidung der Eltern zog er mit seiner aus Deutschland stammenden Mutter und seiner Schwester nach Berlin. Im Alter von 15 Jahren beendete er vorzeitig die Schule, um sich dem Schauspiel zu widmen. Seinen Durchbruch hatte er bereits 1999 im Film "Sonnenallee" und 2000 in dem Spielfilm "Crazy".

Produktion: Diogenes 2018
Mitwirkende:
Robert Stadlober
(27 Min.)


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)
Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Musik Modern (60 Min.)
Klassiker der Moderne bis zu Werken der Gegenwart. Konzerte der neuen Musik in der Region, sowie Festivals, Uraufführungen und CD Neuerscheinungen.


21:00 MDR KULTUR Jazz (60 Min.)

Musiker und Produktionen die neue musikalische Maßstäbe setzen. Jazz in allen Facetten, in der Verbindung mit anderen Genres und Musikrichtungen sowie aus Grenzbereichen von ethnischen Traditionen, Neuer Musik oder avancierter Pop-Rockmusik.


22:00 MDR KULTUR Café (60 Min.)
Gespräche in entspannter Atmosphäre mit prominenten Gästen, die persönliche Einblicke in ihr Leben geben und über aktuelle Projekte berichten.


23:00 MDR KULTUR Nachtmusik (60 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

*

Freitag, 2. Dezember 2022


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

00:00 Uhr – Nachrichten
00:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert Es-Dur, KV 449
(Lars Vogt, Klavier; Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks: Radoslaw Szulc)
* Manuel de Falla: "Suite populaire espagnole"
(Daniel Hope, Violine; Sebastian Knauer, Klavier)
* Wolfgang Amadeus Mozart: "Idomeneo", Ballettmusik, KV 367
(Bamberger Symphoniker: Karl-Heinz Steffens)
* Gustav Holst: "The Hymn of Jesus", op. 37
(Chor des Bayerischen Rundfunks; Münchner Rundfunkorchester: Andrew Parrott)
* Alban Berg: Violinkonzert – "Dem Andenken eines Engels"
(Renaud Capuçon, Violine; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Daniel Harding)

02:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
02:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (II)
* David Popper: Violoncellokonzert Nr. 2 e-Moll, op. 24
(Wen-Sinn Yang, Violoncello; WDR Funkhausorchester Köln: Niklas Willén)
* Ludwig van Beethoven: Sonate C-Dur, op. 53 – "Waldstein Sonate"
(Gerhard Oppitz, Klavier)
* José Nonó: Symphonie F-Dur
(Concerto Köln: Guy van Waas)
* Alexander Glasunow: Fantasie, op. 110
(Jürgen Geiger, Orgel)
* Antonín Dvorák: Violinkonzert a-Moll, op. 53
(James Ehnes, Violine; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Gianandrea Noseda)

04:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
04:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Ernest Bloch: "Schelomo"
(Marc Coppey, Violoncello; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Kirill Karabits)
* Lili Boulanger: "Psaume 129"
(The Monteverdi Choir; London Symphony Orchestra: John Eliot Gardiner)
* Manuel de Falla: "Nächte in spanischen Gärten"
(Javier Perianes, Klavier; BBC Symphony Orchestra: Josep Pons)

05:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
05:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Felix Mendelssohn Bartholdy: Klavierkonzert Nr. 1 g-Moll, Presto, op. 25
(Lang Lang, Klavier; Chicago Symphony Orchestra: Daniel Barenboim)
* Luigi Boccherini: Quintett Es-Dur, op. 55, Nr. 5
(Michael Faust, Flöte; Auryn Quartett)
Camille Saint-Saëns: "Samson et Dalila", Bacchanale aus dem 3. Akt
(Orchestre de Paris: Daniel Barenboim)
Louise Farrenc: Quintett a-Moll, Finale, op. 30
(Quintetto Bottesini)
Johann David Heinichen: Konzert F-Dur
(Musica Antiqua Köln: Reinhard Goebel)
Domenico Scarlatti: Sonate c-Moll, K 302
(Nikolai Demidenko, Klavier)
Joseph Haydn: Symphonie Nr. 80 d-Moll, Finale
(Freiburger Barockorchester: Gottfried von der Goltz)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)
Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.
Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr).


09:00 Vom Ende der Einsamkeit (Folge 10 von 15) (35 Min.)
von Benedict Wells

Die Geschichte erzählt von den Geschwistern Jules, Liz und Marty Moreau, die bereits in Kindertagen ihre Eltern durch einen fatalen Autounfall verlieren. Alle drei werden auf dasselbe Internat geschickt, ihre Wege driften aber nach und nach immer weiter auseinander. Während Liz sich in Drogen- und Sexabenteuer stürzt und Marty sich immer mehr in seine Computerwelt verkriecht, findet Jules, der Ich-Erzähler des Romans, in seinen Traumwelten Zuflucht. Der zuvor mutige und draufgängerische Junge wird zum nachdenklichen und melancholischen Außenseiter. Eine Weggefährtin und Leidensgenossin findet Jules nur in seiner geheimnisvollen Mitschülerin Alva. Mit ihr teilt er seine Liebe zu Literatur und Musik, aber die beiden verbindet auch die frühe Erfahrung eines tiefen Schmerzes. "Vom Ende der Einsamkeit" erzählt, wie die drei Geschwister auf je eigene Weise versuchen, den Tod ihrer Eltern zu bewältigen, und wie sie trotz ihrer grundverschiedenen Charaktere doch immer wieder zusammenfinden. Benedict Wells wurde 1984 in München geboren, zog nach dem Abitur nach Berlin und entschied sich gegen ein Studium, um zu schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vierter Roman, "Vom Ende der Einsamkeit", stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature 2016 ausgezeichnet und ist bislang in 38 Sprachen erschienen. Nach Jahren in Barcelona lebt Benedict Wells in Zürich. Robert Stadlober wurde 1982 in Friesach, Kärnten geboren und ist ein österreichischer Schauspieler, Hörbuchsprecher, Synchronsprecher, Musiker und Sänger. Nach der Scheidung der Eltern zog er mit seiner aus Deutschland stammenden Mutter und seiner Schwester nach Berlin. Im Alter von 15 Jahren beendete er vorzeitig die Schule, um sich dem Schauspiel zu widmen. Seinen Durchbruch hatte er bereits 1999 im Film "Sonnenallee" und 2000 in dem Spielfilm "Crazy".

Produktion: Diogenes 2018
Mitwirkende:
Robert Stadlober
(27 Min.)


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)
Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)
Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


15:00 Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (Folge 5 von 24) (30 Min.)

Der Königsweg der Schwejkschen Verweigerung heißt nicht etwa Widerstand, sondern: Sabotage durch Übererfüllung. Pflichteifrig und von – scheinbar – unbedingtem Gehorsam, schafft Schwejk es immer wieder, die immanente Unmenschlichkeit der Herrschafts- und Befehlsverhältnisse seiner Zeit aufzudecken – ohne dies eigentlich zu wollen. Er enttarnt ihre Lächerlichkeit und Menschenfeindlichkeit nicht durch Kritik, sondern indem er versucht, sie mit stoischer Gelassenheit als genauso richtig, wertvoll und nützlich anzuerkennen, wie sie es von sich glauben machen wollen. Auf diesem Weg findet Schwejk neue Freunde oder bringt lächerliche Autoritäten zur Weißglut. Dabei hilft ihm auch sein unerschöpfliches Repertoire an Anekdoten. Jaroslav Hasek, 1883 in Prag geboren, lebte zumeist als freier Schriftsteller. Es heißt, er saß jeden Tag in der Kneipe, schrieb Satiren, die er bei Zeitungen ablieferte, um das Honorar gleich wieder zu vertrinken. Sein tiefes Verständnis für Denk- und Lebensweise der kleinen Leute hatte sich Hasek wohl im Selbststudium angeeignet, in den Kneipen, während eines Aufenthaltes im Irrenhaus und auch, als er einige Zeit quasi als Landstreicher durch Europa zog. Nach einem kurzen Zwischenspiel als bolschewistischer Kommissar kehrte er 1920 nach Prag zurück. Hier erschien 1921 einer der ersten Antikriegsromane überhaupt: "Der brave Soldat Schwejk". Er war als Fortsetzungsroman gedacht, aber zu Ende schreiben konnte Hasek den "Schwejk" nicht, er starb 1923 mit nur 39 Jahren an Tuberkulose, zusätzlich geschwächt durch langjährigen Alkoholkonsum. Wolfram Berger, geboren 1945 in Graz, absolvierte seine Ausbildung zum Schauspieler an der Grazer Hochschule für Musik und darstellende Kunst und nahm danach ein Engagement am Schauspielhaus Graz an. Nach Stationen an Theatern in Basel, Zürich, Stuttgart und Bochum wurde er freischaffender Künstler. Neben seiner Arbeit am Theater tritt Berger wiederholt in Kino- und Fernsehproduktionen auf. Der Schauspieler ist auch ein gefragter Sprecher und hat in zahlreichen Radio-, Hörspiel- und Hörbuchproduktionen mitgewirkt. 1997 wurde Wolfram Berger mit dem Salzburger Stier, 2001 mit dem ORF-Hörspielpreis und 2008 wie auch 2010 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Für die Lesezeit hat Wolfram Berger für MDR Kultur bereits den Roman "Ich habe den englischen König bedient" von Bohumil Hrabal (2004) eingelesen, außerdem "Abschiedswalzer" von Milan Kundera (2006) sowie Arnold Zweigs "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (2014).
(11 Min.)

Regie: Wolfgang Rindfleisch
Bearbeitung: Heide Böwe
Produktion: MDR 2016
Mitwirkende:
Wolfram Berger


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)
Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben sowie um 15:45 Uhr Shabbat Shalom.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial (60 Min.)
Der aktuelle, ausführliche Themenschwerpunkt aus Kultur, Gesellschaft und Politik.


19:00 Vom Ende der Einsamkeit (Folge 10 von 15) (35 Min.)
von Benedict Wells

Die Geschichte erzählt von den Geschwistern Jules, Liz und Marty Moreau, die bereits in Kindertagen ihre Eltern durch einen fatalen Autounfall verlieren. Alle drei werden auf dasselbe Internat geschickt, ihre Wege driften aber nach und nach immer weiter auseinander. Während Liz sich in Drogen- und Sexabenteuer stürzt und Marty sich immer mehr in seine Computerwelt verkriecht, findet Jules, der Ich-Erzähler des Romans, in seinen Traumwelten Zuflucht. Der zuvor mutige und draufgängerische Junge wird zum nachdenklichen und melancholischen Außenseiter. Eine Weggefährtin und Leidensgenossin findet Jules nur in seiner geheimnisvollen Mitschülerin Alva. Mit ihr teilt er seine Liebe zu Literatur und Musik, aber die beiden verbindet auch die frühe Erfahrung eines tiefen Schmerzes. "Vom Ende der Einsamkeit" erzählt, wie die drei Geschwister auf je eigene Weise versuchen, den Tod ihrer Eltern zu bewältigen, und wie sie trotz ihrer grundverschiedenen Charaktere doch immer wieder zusammenfinden. Benedict Wells wurde 1984 in München geboren, zog nach dem Abitur nach Berlin und entschied sich gegen ein Studium, um zu schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vierter Roman, "Vom Ende der Einsamkeit", stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature 2016 ausgezeichnet und ist bislang in 38 Sprachen erschienen. Nach Jahren in Barcelona lebt Benedict Wells in Zürich. Robert Stadlober wurde 1982 in Friesach, Kärnten geboren und ist ein österreichischer Schauspieler, Hörbuchsprecher, Synchronsprecher, Musiker und Sänger. Nach der Scheidung der Eltern zog er mit seiner aus Deutschland stammenden Mutter und seiner Schwester nach Berlin. Im Alter von 15 Jahren beendete er vorzeitig die Schule, um sich dem Schauspiel zu widmen. Seinen Durchbruch hatte er bereits 1999 im Film "Sonnenallee" und 2000 in dem Spielfilm "Crazy".

Produktion: Diogenes 2018
Mitwirkende:
Robert Stadlober
(27 Min.)


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Konzert (150 Min.)

Hochwertige Livekonzerte aus den Konzertsälen aus aller Welt.


22:30 MDR Kultur Deutschszene/Kabarett Spezial (60 Min.)

Alle 14 Tage gehört der Freitag bei MDR KULTUR der deutschsprachigen Musikszene. Liedermacherinnen, Singer&Songwriter, Poeten, Wortakrobaten, die all Ihre Gedanken in deutsche Texte packen. Von Tocotronic bis Reinhard Mey – von Alin Coen bis Nina Hagen. Oder MDR KULTUR widmet sich an diesem Abend der neuen Kabarett-Szene. Da trifft man auf sprachgewaltige Schwergewichte und leichtfüßige Comedy in allen Formen und Genres, die intelligenter Humor hervorbringt und die im Radio funktionieren, vom politischen und Musikkabarett bis hin zum Stand-up.


23:30 MDR KULTUR Nachtmusik (30 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.  

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

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Quelle:
MDR KULTUR – Das Radio – Programminformationen
48. Woche – 26.11. bis 02.12.2022
Mitteldeutscher Rundfunk (MDR)
Hauptredaktion Kultur
Gerberstraße 2, 06140 Halle/Saale
Telefon: 0341/300-0
E-mail: kommunikation@mdr.de
Internet: www.mdr.de

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 18. November 2022

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